Neben dem historisch nahen LFM entwickeln wir ein zweites, eigenständiges Veranstaltungs-Format: ein Fantasy-Markt, der optisch mittelalterlich gehalten ist, narrativ aber in Fantasy-Welten spielt. Für Standorte, die zur historischen Inszenierung nicht passen — oder für ein Publikum, das in andere Welten eintauchen will als ins „echte“ Mittelalter.
Wofür das Fantasy-Format gut ist
- Standorte ohne historische Kulisse (moderne Stadthallen, Festivalplätze, Sportgelände)
- Bürgermeister, deren Gemeinde keine historische Substanz hat — die aber trotzdem etwas Substanzielles aufstellen wollen
- Familien mit Kindern, die mehr in Märchen-Welten als in der realen Geschichte zuhause sind
- Cosplay- und Fantasy-Communities, die in der reinen Mittelalter-Szene oft fehl am Platz sind
Vier Welten — eine Inszenierung
Das Fantasy-Format steht nicht für eine einzige Welt, sondern für ein Geflecht aus Inspirationsquellen — alle mit gemeinsamem mittelalterlich-archaischen Look, aber unterschiedlichen Stimmungen. Pro Auflage entscheiden wir mit der Gemeinde, welche Welten wir konkret betonen.
1. Heroic Fantasy
Schwerter, Drachen, Burgen, Magier, Ritterschaft, Quests. Der Bezugsrahmen: Herr der Ringe, Eragon, Game of Thrones. Schaukampf wird zum Drachenkampf, Spielleute werden zu Skalden, Lager zu Rastplätzen einer Reisegruppe auf großer Reise. Etwas dunkler im Ton, etwas erwachsener — aber nie ohne familientaugliche Schiene.
2. Märchenwelt
Die Familien-Linie. Deutsche Märchen (Brüder Grimm, Hauff, Bechstein), aber auch internationale Klassiker wie Die Braut des Prinzen. Verzauberte Wälder, sprechende Tiere, listige Schneider, kluge Königstöchter. Niedrigschwellig, kindertauglich, mit einer Prise Augenzwinkern für die Erwachsenen — der Bereich, in dem auch Drei- und Vierjährige Spaß haben.
3. Orientalischer Touch — 1001 Nacht
Bunt, exotisch, sinnlich. 1001 Nacht, Bazar-Stimmung, Gewürzdüfte, Tee, Teppiche, Wahrsager. Saraceninnen-Lager, Dervish-Tänze, orientalische Kalligraphie-Vorführungen. Hier passt das Lavabrum-Badehaus als Hammam direkt in die Inszenierung — eine Brücke zwischen den Welten, die das Lavabrum-Premium-Badehaus zur natürlichen Sondersehenswürdigkeit macht.
4. Dunkle Mär — für Erwachsene
Eine optionale, eher abendliche Linie für eine erwachsene Zielgruppe: düstere Sagen, Edda-Stoffe, gotische Anleihen. Wahrsager, Nekromanten-Walking-Acts, Schattenspiele am Lagerfeuer. Wird klar getrennt von der Familienzone und nur als Programmpunkt am Abend platziert.
Was alle vier Welten gemeinsam haben
- Mittelalterlicher Look als gemeinsamer optischer Nenner — Holz, Leder, Stoff, Metall. Keine Plastik-Drachen.
- Familientauglich zugänglich — Eintauchen muss auch ohne Vorwissen funktionieren
- Cosplay willkommen — wer als Aragorn, Arya Stark, Dorothee, Sindbad oder eine Märchenfigur kommt, ist Teil der Inszenierung
- Programm-Inszenierung statt Reenactment — wir spielen Geschichten, wir rekonstruieren keine
Aussteller & Lager im Fantasy-Format
Die Stand-Bewerbung ist im Fantasy-Format einfacher als beim historisch nahen LFM, weil die Authentizitäts-Anforderung wegfällt. Was zählt, ist stimmiger Look und thematischer Bezug zu einer der vier Welten:
- Cosplay-Lager statt historisches Reenactment
- Fantasy-Schmuck, Larp-Equipment, Kostümverleih
- Gastronomie mit thematischem Anspielungsbezug („Elbenbrot“, „Drachenblutwein“, „Aladins Mokka“)
- Spielleute, die Tolkien-Lieder singen oder GoT-Themen spielen
- Wahrsagerinnen, Magie-Walking-Acts, Künstler mit fantastischen Effekten
Beziehung zum klassischen LFM
LFM und Fantasy-Format sind Geschwister, nicht Konkurrenten. Beide nutzen die gleiche Lavabrum-Infrastruktur (Bühne, Badehaus, Veranstaltungs-Know-how, Aussteller-Portal). Beide richten sich an Familien. Beide sind kuratiert. Was sie unterscheidet, ist die Welt, in der gespielt wird — historisch nah oder fantastisch.
Manche Standorte werden besser zum LFM passen, andere zum Fantasy-Format — und manchmal ist auch eine gemischte Auflage denkbar, in der beide Welten nebeneinander stehen.
Status
Das Fantasy-Format ist konzeptionell skizziert, aber noch nicht durchgeplant. Erstauflagen sind frühestens für 2028 vorgesehen — nach dem ersten erfolgreichen LFM 2027. Bis dahin: konzeptioneller Ausbau, Markenidentität klären, Pilot-Standorte sondieren.